1. Über das Programm
    1. Allgemeine Informationen
    2. Potenzialanalyse
    3. Werkstatttage
    4. Förderrichtlinien
    5. Informationen für Schulen
    6. Informationen für Eltern
    7. Informationen für Jugendliche
    8. Programmbegleitende Evaluation
    9. Berufsorientierung für Flüchtlinge
    10. Aktuelles
    11. Ansprechpartner/-innen
  2. Am Projekt teilnehmen
    1. Antragstellung und Auswahlverfahren
    2. Rechtsgrundlagen
    3. Häufige Fragen Richtlinie 2011
    4. Häufige Fragen Richtlinie 2014
    5. Formulare
    6. Informationen und Hilfestellung
  3. Aus der Praxis
    1. Projektlandkarte
    2. Praxisbeispiele
    3. Kooperation mit Schulen
  4. Service
    1. Veranstaltungen
    2. Veröffentlichungen
    3. Potenzialanalyse: Administrative Hinweise
    4. Begleitmaterial
    5. Links
    6. Kooperationen

Potenzialanalyse: Administrative Hinweise

Wer führt Potenzialanalysen wann, an welchen Schulen und für welche Jahrgänge durch? Hier erfahren Sie als Träger, welche Bedingungen für die Durchführung von Potenzialanalysen gelten und wie Sie ein Angebot einreichen.

Die Potenzialanalyse bietet jeder Schülerin und jedem Schüler die Chance, die eigenen Stärken zu erkunden. Daher ist eine Potenzialanalyse sowohl Grundlage für die Werkstatttage des Berufsorientierungsprogramms (BOP) als auch für die Berufseinstiegsbegleitung der Bundesagentur für Arbeit (BA).

Die Qualitätsstandards zur Durchführung von Potenzialanalysen (Standards hier einsehbar) gewährleisten, dass alle teilnehmenden Jugendlichen eine gleichwertige Analyse ihrer individuellen Potenziale erhalten.

Inhalte

Wann findet die Potenzialanalyse statt?
Wer kann die Potenzialanalyse durchführen?
Welcher Träger ist wann für die Durchführung der Potenzialanalyse verantwortlich?
Ausnahmen zur Durchführung der Potenzialanalyse
Die zentrale Rolle der Schulen
Angebote zur Potenzialanalyse einreichen
Fördergrundsätze zur Durchführung von Potenzialanalysen
Ihre Ansprechpartner zur Durchführung der Potenzialanalyse

Wann findet die Potenzialanalyse statt?

Im Berufsorientierungsprogramm muss die Potenzialanalyse immer vor dem Beginn der Werkstatttagen vorliegen – denn nur so hilft sie den Schülerinnen und Schülern, das zu ihren Stärken passende Berufsfeld in den Werkstatttagen auszuwählen. Jugendliche dürfen also nur dann an Werkstatttagen teilnehmen, wenn sie zuvor eine Potenzialanalyse durchlaufen haben.

Für die Berufseinstiegsbegleitung muss sichergestellt werden, dass die Potenzialanalyse in der Vor-Vorabgangsklasse stattfindet. Das bedeutet: Wird in einem Bundesland der Abschluss mit Beendigung der neunten Klasse erlangt, so findet die Potenzialanalyse in der siebten Klasse statt. Wird der Abschluss mit der zehnten Klasse erlangt, so findet die Potenzialanalyse in Klasse acht statt.

Wer kann die Potenzialanalyse durchführen?

Verschiedene Akteure führen die Potenzialanalyse durch: „Bereb Träger“ und „BOP-Träger“.

  • Bereb-Träger (Träger der Berufseinstiegsbegleitung) sind Institutionen, welche eine Berufseinstiegsbegleitung an Schulen anbieten. Die „Grundsätze zur Durchführung von Potenzialanalysen“ sind verbindliche Grundlage für alle durchführenden Träger.
  • BOP-Träger (Träger des Berufsorientierungsprogramms) sind Institutionen, welche die Werkstatttage an teilnehmenden Schulen durchführen.

Grundsätzlich können diese Träger Potenzialanalysen durchführen bzw. deren Umsetzung veranlassen. Es ist allerdings nicht beliebig, welche dieser beiden Träger die Potenzialanalyse an welchen Schulen umsetzt. Wer wann die Potenzialanalyse durchführen darf bzw. muss, wird im Folgenden erläutert.

Welcher Träger ist wann für die Durchführung der Potenzialanalyse verantwortlich?

Wer für die Potenzialanalyse an einer Schule zuständig ist, hängt von einer Frage ab: Handelt es sich um eine Schule, an der eine Berufseinstiegsbegleitung des ESF-Bundesprogramms eingerichtet wurde?

Ist dies der Fall,  ist der Bereb-Träger für die Umsetzung der Potenzialanalyse zuständig. Der Bereb-Träger ist dann verpflichtet, alle Schülerinnen und Schüler der Vor-Vorabgangsklasse mit einer Potenzialanalyse zu versorgen. Dabei muss er allerdings darauf achten, dass kein Jugendlicher die Potenzialanalyse doppelt durchläuft. Hierfür klärt er mit der Schule ab, ob einzelne Schüler die Potenzialanalyse bereits absolviert haben. Diese sind dann von einer erneuten Förderung ausgenommen. Der Bereb-Träger ermittelt also die Anzahl an Schülern, welche noch keine Potenzialanalyse absolviert haben (Ausnahme siehe unten). Für diese reicht er ein Angebot beim BIBB ein (Details zur Angebotsabgabe). Die Beantragung von Potenzialanalysen durch BOP-Träger ist an diesen Schulen seit 2015 nicht mehr möglich.

Ist an einer Schule keine Berufseinstiegsbegleitung installiert, so gewährleistet der BOP-Träger, dass vor Durchführung der Werkstatttage  eine Potenzialanalyse für die teilnehmenden Schülerinnen und Schüler vorliegt.

Ausnahmen zur Durchführung der Potenzialanalyse

Folgende Übergangs-Ausnahmeregelung gilt es zu beachten: Es kann vorkommen, dass an einer Schule mit Berufseinstiegsbegleitung ein BOP-Träger bereits den Zuwendungsbescheid für die Durchführung der Potenzialanalyse für einzelne Schülerinnen und Schüler erhalten hat. Dadurch hat der BOP-Träger den Vorrang für die Durchführung der Potenzialanalyse. Der Bereb-Träger benötigt von der koordinierenden Schule also nicht nur die Information, welche Schüler bereits eine Potenzialanalyse durchlaufen haben – er muss darüber hinaus wissen, ob anderen Trägern für bestimmte Jugendliche eine Potenzialanalyse bewilligt wurde. Für diese bereits versorgten Schüler kann der Bereb-Träger keine Potenzialanalyse mehr durchführen.

Für die Länder Baden-Württemberg, Hessen, Nordrhein-Westfalen und Thüringen können keine Angebote zur Durchführung der Potenzialanalyse eingereicht werden; hier wird die Potenzialanalyse im Rahmen von Landeskonzepten umgesetzt. Die Website der Initiative Bildungsketten enthält Informationen zu den einzelnen Landeskonzepten.

Die zentrale Rolle der Schulen

Die Schulen spielen bei Koordination und Kommunikation eine zentrale Rolle: Sie schließen Kooperationsvereinbarungen mit den Trägern ab und wissen demnach, welche Träger an ihrer Schule aktiv sind. Die Schule ist somit erster Ansprechpartner für die verschiedenen Träger.

Angebote zur Potenzialanalyse einreichen

Bereb-Träger – also Dienstleister, die im Rahmen der Ausschreibung der Agentur für Arbeit vom 17.11.2014 mit der Durchführung von Maßnahmen der Berufseinstiegsbegleitung beauftragt wurden – können nach Zuschlagserteilung durch die Agentur für Arbeit im Bundesinstitut für Berufsbildung ein Angebot zur Durchführung der Potenzialanalysen einreichen.

Wie oben erwähnt, sind die Fördergrundsätze für die Angebotsabgabe für die Durchführung der Potenzialanalysen verbindliche Grundlage. Diese erhalten ausführliche Hinweise zur Angebotsabgabe. Angebote zur Durchführung von Potenzialanalysen müssen über zwei Wege eingereicht werden:

  1. Elektronisch über das Formularsystem „easy-Online“. Hinweise für die Angebotsabgabe über easy-online finden Sie in diesem Kurzleitfaden.
  2. Postalisch mit ergänzenden Unterlagen beim Bundesinstitut für Berufsbildung, Abt. 3.1-BOP, Robert-Schuman-Platz 3, 53175 Bonn.

Potenzialanalysen für Schüler/innen, die sich im Schuljahr 2015/16 in der Vorvorabgangsklasse befinden, sind frühestens ab 01.01.2016 durchzuführen. Angebote müssen sich daher auf einen Durchführungszeitraum zwischen dem 01.01.2016 bis maximal 6 Wochen nach Beginn des Schuljahres 2016/17 beziehen. Angebote dafür können bis spätestens 31.12.2015 eingereicht werden.

Fördergrundsätze zur Durchführung von Potenzialanalysen

Die Fördergrundsätze für die Angebotsabgabe für die Durchführung der Potenzialanalysen erläutern verbindlich die folgenden Punkte: 

  1. Allgemeine Rahmenbedingungen und Rechtsgrundlagen
  2. Beschreibung der Leistung
  3. Angebotsberechtigung
  4. Zielgruppen und Zeitpunkt der Durchführung
  5. Verfahren und Angebotsfristen
  6. Vergütung und Auszahlungsbedingungen

Ihre Ansprechpartner zur Durchführung der Potenzialanalyse

Sollten Fragen offen bleiben, können Sie sich an unsere Ansprechpartner wenden.

Fragen zur Angebotserstellung:
Hotline: 0228/107-1051
Guido Kirst, Tel.: 0228-107 1933 / E-Mail: bereb-pa@bibb.de
Lucia Winter, Tel.: 0228-107 1934 / E-Mail: bereb-pa@bibb.de

Fragen zu den Qualitätsstandards zur Durchführung von Potenzialanalysen:
Carolin Kunert, Tel.: 0228-107 1318 / E-Mail: bereb-pa@bibb.de

Dieser Text ist ohne Gewähr. Verbindlich sind die  „Grundsätze zur Durchführung von Potenzialanalysen“.

 

Fördergrundsätze zur Durchführung von Potenzialanalysen

PDF-Download

Kurzleitfaden "easy-Online"

PDF-Download

Das Portal "easy-Online"

Über dieses Portal können Sie Angebote zur Durchführung von Potenzialanalysen einreichen. LINK

Neue Broschüre! "Talente entdecken: Handlungsleitlinien für die Durchführung von Potenzialanalysen"

PDF-Download